Kunst als Dialog und Austausch

          
Der ergänzende Dialog der Werke im Dialog mit dem Umfeld. Dialoge finden auf weiteren Ebenen statt – Künstler mit seiner Arbeit (auch vor dem Schaffensprozess), der Betrachter mit dem fertigen Werk in der entsprechenden Umgebung. Alles steht im Bezug zueinander, hat mehr oder minder Einfluss auf das gesamte Geschehen.

Kunst als Dialog und Austausch

Dass Kunst Kommunikation ist, lese ich häufig. Kunst&Kommunikation ist für mich ein offener Begriff, auf den ich ein wenig aus meiner Sichtweise heraus eingehen möchte. Den Weg zu dieser persönlichen Meinung bilde ich mir über wissenschaftliche Erkenntnisse,(Kommunikationstheorien, Medien- und Sozialwissenschaften ) eigene Erfahrung und der Beobachtung der  kommunikativen und interaktiven Prozesse, die tagtäglich überall und zu jeder Zeit zuerfassen  sind.

Aus dem lateinschen kommend, bedeutet das Wort communicare „mitteilen”. Es bezieht sich auf das soziale miteinander, um gemeinsame Ziele und Probleme zu lösen. Botschaften, Wissensvermittling, Meinungen, Erklärungen, Fragen, Zielsetzungen, Bechreibungen, Sichtweisen sind Anliegen der Kommunikation, um miteinander in Bezug zu treten. Informationen  werden ausgetauscht.

Eine Beziehungsebene zwischen Personen und Gruppen kann durchaus unterscheiden zwischen der vermittelnden Absicht einer größtmöglichen  Übereinstimmung bis hin zur Absichtserklärung einer Gegendarstellung. Da fallen mir viele Begriffe ein zur Übereinstimmung oder zur verbindenden Enwicklung gemeinsamer Interessen  bis hin hin zur beabsichtigten Feststellung unterschiedlicher Meinung. Die Beziehungsebene (das Gefallen oder Interesse am Gegenüber oder dem Thema) ist wichtig und ich unterschätze sie nicht. In der Kunst bigt es durchaus Sy- und Antiphatien

Zum Beispiel ist Paul Watzlawick ist für mich ein hervorragenden Wissenschaftler und Denker, der aus einem breiten Spektrum an Wissen, Erfahrung und Interpretation in seiner Kommunikationstheorie auf die vielen Aspekte einer Kommunikation hinweist.  Als Psychologe, Soziologe, Autor und Philosophe hat er eine wichtige Basis für die Begrifflichkeit der Kommunikation geschaffen unter dem Einbeziehen sozialer und psychologisch verständlicher Komponenten.

Mich interessieren u.a. theoretische Grundlagen der bildhaften, symbolträchtigen, verbalen, nonverbalen, zwischenmenschlichen Kommunikation. Auch das Zusammenspiel von unbewussten, bewussten, individuellen und sozialen Ausdrucksformen, Interaktionen und Möglichkeiten ist ein Teil des kommunikativen Prozesses.

Kommunikation, die weitreichend sein will, setzt einiges voraus, was ich nicht als selbstverständlich erachte. Die Fähigkeit und den Willen zum gegenseitigen Verständnis, die Nutzung der eigenen Ausdruckskraft in Wort, Körpersprache, Klang, Bild und/oder Zeichen sind sicherlich Fähigkeiten, die individuell unterschiedlich ausgeprägt sind.

In der modernen technologisierten Welt spricht man von Signalübertragungen der Informationen, die wechselsetig steuern oder bewegen. Und das in einem vorgegebenen System der Kommunikationsform. Der Sender (Produzent) teilt dem Empfänger (Rezepient) etwas mit. In der heutigen Zeit werden technologische Begriffe benutzt, um den Austausch von Sinngehalt zwischen zwei oder mehreren Menschen zu umschreiben. Im Internetzeitalter hat die Kommunikation mit Ihren Zielen, Wegen viel Änderung erfahren.

Kunst und Kommunikation: Ich will nun nicht anfangen, Künstler, die Rang und Namen haben zu zitieren. Ich selber sehe  verschiedene Absichten, Wirkungsweisen, die ich als kommunikativ sinnbringend beschreiben kann. Was mir in einem tiefgründig dialogisierenden Bild gefällt ist die Spannung, die Interaktion zwischen der Syntax und Semantik – ich verwende die Begriffe aus der sprachlichen Kommunikation. In der bildenden Kunst wäre das für mich das handwerklich Können als eine Basis der ersichtlichen Verständigung.  Die Semanik (eines Bildes oder einer Skulptur)  erreicht aufgrund der  Beziehungsebenen keine eindeutige Sichtweise was das Wissen  angeht. Das besondere an der bildenden Kunst ist, dass die bildhaften Aussagen nicht eindeutig zu bestimmen sind. Zu viele Faktoren, die auf uns einwirken, lassen selbst realistisch dargestellte Bilder unterschiedliche Wirkungen. Abstraktionen sprechen wesentlich stärken den individuellen Sinn außerhalb des realistisch gewohnten Sehens an. Gefühle und Assoziationen stehen hier noch stärker im Vordergrund.

Die Dialogisierende Arbeiten von Wolf Tekook und Martina Jäger beruhen auf einer sehr sensiblen, tiefgründigen Zusammenarbeit, die in stetiger Entwicklung neben dem Bezug zu- und miteinander auch Einflüsse suchen, die im Umfeld des sattfindenden (visuellen) Dialoges sind. Vertrauen und auch das Erkennen der Fähigketien des Gegenübers sind wichtig.  Dieser Dialog der Bilder kann kontrovers sein, sich ergänzen aber auch nur einen Impuls (durch den anderen gegeben) aufnehmen um dass einen eigenen Weg im Ausdruck des Stiles und der Aussage zu machen,  Es geht uns dabei nicht um das Kopieren oder Nachahmen der Idee des anderen. Sondern durch Empathie und die bereitwschaft über einen längeren Zeitraum sich einem Werk zu widmen. Entwicklung ist das Ziel. Das Zusammenführen zweier Geister, die nicht “klonisch” denken.

Die Wege der dialogisierenden Kunst zweier oder mehrerer Künstler können vielfältig sein. Wir pflegen da unterschiedliche Macharten und Vorgehensweisen, die immer Abwechslung schaffen,

Dialog in Bildern

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Dialog und Zusammenarbeit mit Puffin Foundation / USA

Über das Puffin Cultural Forum
Das Puffin Cultural Forum ist eine Stiftung mit Sitz in Teaneck, New Jersey, USA. Puffin Cultural Forum ist der New York City Universität angeschlossen.
Die kulturelle Arbeit der Stiftung unterstützt auf lokaler (New York und Teaneck) Ebene bis hin zur internationaler Zusammenarbeit den langfristig angelegtem Kulturprozess mit Kunstschaffenden und kulturpflegenden Einrichtungen. Künstlerische Ausdruckskraft, Schaffensprozesse und intensiver Dialog mit Kunstschaffenden, die verschiedenen Kulturen und Religionen angehören, spielen in der Stiftung eine  entscheidende Rolle. Der sozial-ethische Wandel einer weltweit kommunizierenden und handelnden Gesellschaft aus Nationen und Religionen wird im menschenrechtswürdigen Sinne unterstützt.
Puffin-Projekte in internationalen Krisengebieten (ein Beispiel: jüdisch-arabisches Kulturarbeit im Israel) und anderen Regionen (auch USA) tragen bereits Früchte.
Die Puffin-Stiftung  ist für uns ein kompetenter und engagierter Ansprechpartner. Sie haben fundierte  Erfahrungen mit Bildungsangeboten (auch in Teaneck), die die verschiedenen Bevölkerungsschichten erreichen. Kritische und reflexionsbedürftige Themen der Zeit sensibilisieren Menschen mit Hilfe der Ausstellungen, Musik-, Tanz-, Theatervorführungen, Interviews, Workshops, Seminaren, Filmreihen, Vorträgen und Aktionen vor Ort, an Schulen und in der Öffentlichkeit. Kunst dient dem Dialog der Kulturen.
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Diese Zusammenarbeit mit Puffin Cultural Forum ist ein Teil kultureller Entwicklung
Die Ausstellung in der USA bedeutet  für Dr. Wolf Tekook und Martina Jäger eine weitere langfristige Zusammenarbeit mit  internationalen Kulturgruppen.
Einige jüdische Mitglieder der Puffin-Stiftung sind (wie wir) die zweite Generation „Betroffener“ nach dem Dritten Reich.  Diese erste sichtbare Begegnung unter dem Ausstellungstitel “We must not forget” (Tekook, Weber, Jäger) wird mit Interesse in NY und NJ verfolgt.
Nach der Ausstellung in der USA wird in Deutschland ab November 2012 in verschiedenen Städten (auch in Würzburg) weitere Ausstellungen (mit zusätzlichem Programm) zu sehen sein. Wir wollen/werden auch unsere jüdischen Freunde aus der USA und Israel in das Geschehen mit einbeziehen.
Die Zusammenarbeit in einem immer größer werdenden Kultur-Netzwerk geschieht nicht nur auf der Ebene einer Suche nach einer Ausstellungsmöglichkeit. Sie stellt die Frage nach Sozial-, Fachkompetenzen und Konsequenzen für und mit jener Kunst, die möglichst viele Menschen einer Gesellschaft zu erreichen vermag. Kunst schafft Anreize und schlägt Brücken. Menschen aktiv als Mitwirkende  in ein Thema oder Geschehen einzubeziehen, ist beispielsweise eine von vielen Zielsetzungen. Inhaltliche Auseinandersetzung mit dem “Mehrwert” durch Kunstaktionen sind die Basis für langfristige Handlungsperspektiven, in der  Künstler und Aussteller nicht nur im Zentrum des Geschehens stehen, Zuschauer oder Zuhörer können einen aktiven Part im Kunstprozess übernehmen.
Auch in Würzburg werden bereits Pläne geschmiedet, die diese Ziele verwirklichen. Die Zusammenarbeit mit der PuffinFoundation wird im Marz, April 2012 (im Kunstforum Würzburg) vorgestellt. Vom 15. November bis 4. Dezember 2012 werden Wolf Tekook, Martina Jäger und Künstler von der PuffinFoundation in Würzburg ausstellen. Verschiedene Organisationen sind eingeladen, an der Veranstaltung mit teilzunehmen. Wolfgang Tekook und/ oder Martina Jäger geben persönlich Auskunft.

Email: kunstforum76@aol.com

Martina Jäger, Beitrag über Puffin-Cultural-Forum, Februar 2012

Bilder der Ausstellung in Puffin / Februar bis April 2012:  http://kunstforum.ning.com/photo/albums/ausstellung-usa-ny-nj-puffi…